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Ausrüstung & Können

 

Um gute Fotos schießen zu können, braucht man aus meiner Sicht ein gutes Motiv (was immer es auch sein mag), gutes Werkzeug, das Können mit dem Werkzeug umzugehen und letztlich die Freude und Leidenschaft des Fotografen an der Arbeit.

 

Es gibt viele Diskussionen und Foren-Threads um das Thema Ausrüstung. Es gibt berühmte Zitate und Aussagen, die in etwa wie folgt zusammengefasst werden können: "Der Fotograf macht das Foto und nicht die Kamera"

Nun, diese Ansicht ist genauso kurzsichtig wie die gegenteilige Aussage, dass man ohne ein entsprechendes Equipment keine vernünftigen Fotos machen kann.

 
Das Problem in diesen häufig intensiv geführten Diskussion liegt nicht in den falschen Beiträgen und Antworten, sondern an einer falschen Ausgangsfrage. Es ist eben keine Entweder-Oder Frage, sondern ein Sowohl-Als-Auch-Thema! Letzteres lässt sich aber natürlich nicht so kontrovers diskutieren.

 

Was ist damit konkret gemeint? Jeder wird sofort verstehen, dass ein Fotograf ohne Kamera keine Fotos schießen kann und es ist ebenso nachvollziehbar, dass man kein Foto mit der besten Kamera machen kann, wenn man den ON-Schalter nicht findet. Beides sind extreme, die aber in ein konsistentes Bild passen:

 

Sowohl das Können als die Ausrüstung sind ergänzende Elemente. Die besten Fotos sind also von Fotografen zu erwaten, die oben rechts im Quadrat einzuordnen sind. Es gibt unendlich viele Wege dorthin zu kommen. Zwei sind über die schwarzen Pfeile angedeutet. Jeder Fotograf kann sich selbst in dieses Bild einordnen. Die Fläche seines aufgespannten Vierecks gibt so etwas wie die „Kompetenz“ des Fotografen wieder.

 

Es sollte immer klar sein, dass gewisse Motive so gut wie keinen Anspruch an die Ausrüstung stellen, andere Motive, wie z.B. beim Sport, aber sehr ausrüstungsintensiv sind. Kaum ein Fotograf wird ein Spiel der Fußball-Bundesliga ohne ein lichtstarkes Objektiv mit 200-600mm Brennweite vernünftig fotografieren können. Wer zudem schon wirklich mal versucht hat einen Kopfball mit "Ball am Kopf" zu fotografieren, der wird erkennen, dass es auch sehr auf das Können ankommt.

 

Ich hoffe, dass diese Sichtweise jedem Leser viel Zeit bei unnötigen Diskussionen erspart.

 

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